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09.06.–15.06.
Ein schwarz-weiß Foto eines Koyoten, der die Straße entlang läuft.

Daniel Gustav Cramer, Fox & Coyote [Fuchs & Kojote], 2024/25 © VG Bild-Kunst, Bonn 2025; Courtesy Sies + Höke, SpazioA, Vera Cortes, Yvon Lambert

ausstellungsort

Eine Person mit Kappe, Brille und Bart ist bis zum Bauch sichtbar und steht in einem Raum. Mit einer Hand stützt sich die Person in der Hüfte ab und in der anderen Hand hält sie so etwas wie einen Stab. Ein grün-gelber Filter liegt über dem Foto.

Daniel Gustav Cramer, *1975 in Neuss, BRD. Orte der Zugehörigkeit: Berlin, London, Lissabon. Buch: Tales 121, 2025.

© Katalin Deér

Death Valley, das „Tal des Todes“ in Kalifornien, ist ein Ort extremer Hitze und Trockenheit. Als Daniel Gustav Cramer vor ein paar Jahren einige Tage im nördlichen Teil des US-Nationalparks verbrachte, fiel ihm ein Kojote auf, der jeden Morgen etwa zur selben Zeit an seinem Bungalow vorbeilief. Der Künstler fotografierte das Tier im Morgengrauen, das offensichtlich unbeeindruckt von der menschlichen Beobachtung seiner Routine folgte. Einige Jahre nach der Begegnung mit dem Kojoten beobachtete Cramer vom Balkon seiner Berliner Wohnung aus einen Fuchs in der winterlichen Abenddämmerung, der durch das Loch eines gegenüberliegenden Zaunes schlüpfte, die Straße überquerte und schließlich zwischen parkenden Autos verschwand. Cramer begriff, dass Fuchs und Kojote sich erstaunlich ähnlich waren. Wie durch eine zufällige Kreisbewegung erschienen zwei voneinander weit entfernt liegende Orte über zwei Tiere miteinander verbunden.

Mit Fox & Coyote bringt Cramer das kalifornische Wildtier in einer räumlich ausgreifenden, stadtweiten Installation nach Berlin. Verschiedene Bilder des Kojoten werden in der Stadt verteilt. So bildet sich im Dickicht der Großstadt ein kohärentes, aber sich verschiebendes „skulpturales Objekt“ aus verstreuten Einzelbildern. Neben dem kreisförmigen Parcours der Ausstellungsorte der 13. Berlin Biennale ist diese emotionale Kartografie des Kojoten ein weitläufiges konzeptuelles Gesamtwerk, das sich erst in den Köpfen der Betrachter*innen als Skulptur zusammensetzt.

Text: Kito Nedo

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Eine Person mit Kappe, Brille und Bart ist bis zum Bauch sichtbar und steht in einem Raum. Mit einer Hand stützt sich die Person in der Hüfte ab und in der anderen Hand hält sie so etwas wie einen Stab. Ein grün-gelber Filter liegt über dem Foto.

Daniel Gustav Cramer, *1975 in Neuss, BRD. Orte der Zugehörigkeit: Berlin, London, Lissabon. Buch: Tales 121, 2025.

© Katalin Deér

Daniel Gustav Cramer, Fox & Coyote [Fuchs & Kojote], 2024/25, Installationsansicht (Detail), 13. Berlin Biennale, Sophiensæle, 2025. © VG Bild-Kunst, Bonn 2025; Courtesy Sies + Höke, SpazioA, Vera Cortes, Yvon Lambert; Bild: Aristidis Schnelzer